Donnerstag, 9. Oktober 2014

Ratten im Versuchslabor

Ratten im Versuchslabor

Um des Forschers Ruhm zu mehren,
und der Wissenschaft zu Ehren,
sterbt ihr einen schlimmen Tod,
Eure Schreie in der Not
erreichen keines Menschen Ohr,
Ratten im Versuchslabor.

Geburt und Tod,
so kurze Spannen,
Leben nur in Plastikwannen,
kleine Nasen schauen hervor,
Ratten im Versuchslabor.
Festgeschnallt auf kalten Tischen,
keine Chance zu entwischen,
bringt Euch des Menschen Hand den Tod,
in euren Augen Angst und Not,
steht so vielen noch bevor,
Ratten im Versuchslabor.

Lacke, Farben, giftige Stoffe,
weil der Mensch auf Fortschritt hoffe,
verbrannt, zerstückelt und geschunden,
Elektroden im Gehirn gefunden,
Der Nobelpreis steht bevor,
Ratten im Versuchslabor.

Totgeschunden, weggeschafft,
alles im Dienst der Wissenschaft.
Folterqualen mannigfaltig,
Forscher phantasiegewaltig,
Im Erfinden von Todesarten,
jedes Mitleid er verlor,
Ratten im Versuchslabor.

Und wir alle, wir bezahlen,
Euer Leid und Eure Qualen,
muss der Mensch in seinem Leben
stets nach Neuerungen streben?
Geplagte Tiere schreien im Chor,
Ratten im Versuchslabor.

Stets will ich nur dafür Leben,
Euch die Freiheit wieder geben,
alles setz` ich dafür ein,
Ihr sollt einmal glücklich sein,
ein langer Kampf wird es zuvor,
für Ratten im Versuchslabor!

Für alle Vergessenen in deren Schuld wir stehen!


Rattza hat dieses Gedicht geschrieben und mir erlaubt, es zu veröffentlichen.





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